Aktion in Köln Fake-Knöllchen an Autos sorgen für Aufregung

Von red/xan 

Eine Kölnerin findet einen kuriosen Zettel auf ihrer Windschutzscheibe. Auf dem Logo steht „Stadt Klima“ – darunter, warum das Auto der Frau dem Verteiler der Flyer nicht gefällt.

Ein echtes Knöllchen vom Berliner Ordnungsamt hängt an der Windschutzscheibe dieses Autos. (Symbolfoto)Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Köln - SUV-Fahrer und Klimaaktivisten finden in diesem Leben wohl nicht mehr zueinander. Den besten Beweis dafür liefert eine Aktion in Köln: Auf der Windschutzscheibe ihres Autos hat eine Frau einen kuriosen Zettel gefunden. „Sehr geehrte Autofahrerin, sehr geehrter Autofahrer [...] Ihr Verhalten ist unangemessen & egoistisch“, steht darauf geschrieben. Die Kölnerin hatte ein Bild des Zettels am Samstag auf Facebook hochgeladen. Unterzeichnet ist der „Bescheid“ mit dem Logo „Stadt Klima“.

Kritische Hinweise auf Zettel

Auf dem DIN A4 großen Zettel wird daraufhingewiesen, dass das Auto der Frau „zu viel CO2“ und „zu viel Platz“ verbrauchen würde. Außerdem sei das Unfallrisiko und der dadurch mögliche Schaden sowie der Materialaufwand für den Bau des Autos überdurchschnittlich groß.

Die Kölnerin reagierte sprachlos. „Wo sind wir denn jetzt bitte gelandet?“, kommentierte sie das Foto. An 60 Prozent der anderen Autos habe sie die gleichen Zettel gesehen.

Stadt Köln sieht keinen Strafbestand

Dass tatsächlich mehrere Bürger einen solchen Zettel bekommen haben, bestätigte ein Sprecher der Stadt Köln dem Kölner Stadt-Anzeiger. Als Strafbestand würde das Herstellen und Verteilen des Flyers allerdings nicht gelten: „Der Absender versucht nicht darüber zu täuschen, dass die Zettel von der Stadt Köln stammen.“

Unter dem Post der Frau auf Facebook scheiden sich die Geister über die Aktion. „Den Rotz ignorieren.“, schreibt ein User. Ein anderer sagt: „Genau darum fahre ich meinen suv“. Aber es gibt auch Stimmen, die den Zettel verteidigen. Eine Userin kommentiert etwa: „Seltsam. Hier wird mehr über den CO2 ‚Verbrauch’ und Tippfehler diskutiert als darüber nachgedacht, ob nicht sehr wohl einiges vom Inhalt Sinn macht. Schade.“

Artikel teilen