Brettspiel Monopoly Bei der neuen Variante haben Frauen mehr Geld als Männer

Von red/AFP 

Die neueste Version des Kultbrettspiels Monopoly wird Spielerinnen besonders gefallen: Sie bekommen mehr Geld, wenn sie über „Los gehen“.

Monopoly ist seit Jahrzehnten Kult unter den Freunden des BrettspielsFoto: dpa/Jens Büttner

Pawtucket - Der US-Spieleproduzent Hasbro bringt eine neue Version des Brettspiel-Klassikers Monopoly auf den Markt, bei der Frauen mehr Geld zur Verfügung haben als Männer. Wie Hasbro am Dienstag mitteilte, starten die Frauen schon mit mehr Geld als ihre männlichen Mitspieler. Jedes Mal, wenn sie über das „Los“-Feld ziehen, bekommen sie zudem 240 Dollar - Männer bekommen nur 200 Dollar.

Für Hasbro ist dieses Einkommensgefälle ein „zusätzlicher Spaßfaktor“, „denn damit genießen Frauen die Vorteile, die in der realen Welt häufig Männern vorbehalten sind“. Wenn Männer geschickt spielten, könnten sie in dem Spiel aber auch viel Geld verdienen.

Ms. Monopoly mit Kaffeebecher auf der Verpackung

Frauen in Deutschland verdienen im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Selbst wenn herausgerechnet wird, dass sie häufiger in Teilzeit arbeiten, seltener Führungsposten übernehmen und eher in schlechter bezahlten Berufen tätig sind, verbleibt noch immer ein Lücke. In den USA verdienen Frauen im Schnitt 19 Prozent weniger.

Auf dem neuen Spiel ist nicht der Immobilienmogul Mr. Monopoly mit seinem schwarzen Hut und weißem Schnurrbart zu sehen, sondern Ms. Monopoly mit Kaffeebecher zu sehen, die Unternehmerinnen fördert. Die Spieler kaufen keine Grundstücke, sondern Erfindungen von Frauen wie WLAN und Solarheizungen.

Das neue Monopoly-Spiel „Ms. Monopoly“ kommt ab Mitte September in den USA und auch in Deutschland auf den Markt.

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