Feinstaub in Stuttgart Neuer Straßenbelag soll Stickoxide am Neckartor binden

Von red/dpa/lsw 

Mit einem High-Tech-Straßenbelag soll die Belastung durch Luftschadstoffe wie Feinstaub am Stuttgarter Neckartor reduziert werden.

Auf der B14 am Neckartor wird ein neuer Belag gegen Feinstaub aufgetragen.Foto: Lichtgut/Leif-H.Piechowski

Stuttgart - Mit Hilfe eines speziellen Straßenbelags sollen die Luftschadstoffe am Stuttgarter Neckartor reduziert werden. Nachdem dort schon zahlreiche Tests und Aktionen gegen die Feinstaub-Belastung gestartet wurden, geht es diesmal um Stickoxide, wie Verkehrsministerium und Stadt Stuttgart am Montag mitteilten.

Die Deckschicht des High-Tech-Asphalts der Firma Strabag enthalte Titandioxid, das Stickoxide abbaue und diese in unschädliche Stoffe umwandele. Auf diese Weise werde ein Beitrag zur Reduktion von Stickstoffdioxid (NO2) geleistet.

Stickstoffdioxid-Belastung noch weit über Grenzwert

Während die Belastung durch Feinstaub in der Landeshauptstadt zuletzt dank zahlreicher Maßnahmen geringer wurde, lagen die Werte von Stickstoffdioxid im vergangenen Jahr an vielen Orten noch weit über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft im Jahresmittel.

Schon seit Freitag wird der neue Straßenbelag zwischen Willy-Brandt-Straße und Cannstatter Straße mit dem speziellen Gemisch erneuert. Das Land beteiligt sich mit bis zu 200 000 Euro - insgesamt kostet die Erneuerung 700 000 Euro. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um zu messen, wie groß der Effekt ist.

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