Gegrillte Hundeattrappe in Stuttgart Peta-Aktion: Fischmarkt-Veranstalter reagiert gelassen

Von Julika Wolf 

Mit einer Hundeattrappe auf dem Grill hat die Tierschutzorganisation nun auch in Stuttgart ein wenig für Aufregung gesorgt. Bei den Veranstaltern des Fischmarkts hielt sich freilich die Aufregung in Grenzen.

Täuschen echt: der Peta-Hundeattrappe auf dem Grill. Foto: 7aktuell/Nils Reeh

Stuttgart - Kurz bevor der Hamburger Fischmarkt am Donnerstag eröffnet wurde, hat die Tierschutzorganisation Peta in unmittelbarer Nähe eine Hundeattrappe auf einen Grill gelegt und das „Fleisch“ verteilt. Vier junge Menschen standen um den Grill herum und hielten unter anderem Schilder mit den Aussagen „Fischen tut weh“ und „Lassen Sie Tiere leben, grillen Sie Tofu/Gemüse!“ in die Höhe. Mit dieser provokanten Aktion will die umstrittene Organisation publikumswirksam darauf aufmerksam machen, dass zwischen Haus- und Nutztieren willkürlich unterschieden und sie deshalb ungleich behandelt werden. Die Tierschutzorganisation ruft mit dieser Kampagne zu einer veganen Lebensweise auf und fordert dazu auf, Tiere von der Speisekarte zu streichen.

Rehberg: Wir leben in einem freien Land

Einige Passanten blieben am Donnerstagmittag auch am Grill stehen, um mit den Aktivisten zu diskutieren. Einer hatte gar nicht so genau hingeschaut und war schockiert, weil er ein echtes Tier auf dem Grill vermutete: „Ich wusste gar nicht so genau, ob es ein Hund oder eine Affe ist.“ Die Veranstalter des Fischmarkts nahmen die Werbung für eine vegane Lebensweise, die im Juni schon in Hamburg und Jena für Aufsehen gesorgt hatte, entspannt zur Kenntnis. „Wir leben Gott sei dank in einem freien Land“, sagte Mitorganisatorin Anne Rehberg. Es zeige, dass die Organisation Aufmerksamkeit brauche. Rehberg ergänzte: „Und der Fischmarkt genießt eben eine große Aufmerksamkeit.“

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