Laut des ADAC Jeder zweite E-Scooter-Fahrer in Stuttgart bricht Regeln

Von red/dpa/lsw 

Der ADAC schaute sich in mehreren Städten das Verhalten der E-Scooter-Fahrer an. Dabei schnitt insbesondere Stuttgart sehr schlecht ab. Oft geschehe dies aus Unwissenheit, wie ein Sprecher erklärte.

Viele E-Tretroller-Fahrer in Stuttgart halten sich nicht an die Verkehrsregeln.Foto: dpa/Jörg Carstensen

Stuttgart - Der ADAC hat Fahrer von Elektro-Tretrollern beobachtet und in Stuttgart bei rund jedem zweiten Verstöße gegen die Verkehrsregeln festgestellt. 244 E-Scooter-Fahrer erfasste der Automobilclub nach eigenen Angaben in diesem Sommer in der Landeshauptstadt. Zwar seien zum Teil deutlich weniger Fahrzeuge unterwegs gewesen als in anderen Städten, teilte der ADAC am Dienstag mit. In keiner anderen Stadt habe es allerdings prozentual gesehen mehr Regelverstöße gegeben. Dazu zählten das Fahren in der Fußgängerzone oder entgegen der erlaubten Richtung. In Köln, München, Heidelberg, Hamburg und Berlin fuhren mindestens drei Viertel der Rollerfahrer regelkonform, wie ein ADAC-Sprecher erklärte.

Seit Mitte Juni sind die neuen E-Tretroller in Deutschland zugelassen. Wegen der negativen Berichte über die E-Scooter hatte der Verkehrsclub nach eigenen Angaben in den sechs Städten rund 4000 Fahrer tagsüber in Aktion beobachtet.

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Als Ursache für die Verstöße sah der ADAC-Sprecher vor allem die Unwissenheit der Fahrer. Davon geht auch die Stuttgarter Polizei aus. Die Beamten hätten in den vergangenen Wochen und während des Cannstatter Volksfests viele betrunkene Fahrer angehalten, sagte ein Sprecher. Jeder wisse, dass man sich betrunken nicht in ein Auto setzt, „aber E-Scooter wirken halt wie ein Spielzeug“. Dass auch die Roller als Kraftfahrzeuge und beim Fahren dieselben Alkoholgrenzwerte wie beim Auto gelten, sei in den Köpfen vieler noch nicht angekommen.

In 31 Fällen hätten die Beamten im September Menschen mit mindestens 1,1 Promille auf dem Roller erwischt, weitere 24 Mal seien Fahrer mit einem Alkoholwert zwischen 0,5 und 1,1 Promille angehalten worden. Auch hätten die Beamten viele Roller auf den Stuttgarter Straßen angetroffen, die den technischen Anforderungen nicht entsprechen. Die Polizei zählte im September 27 Fahrzeuge, die etwa mit Bremsen oder Beleuchtung unzureichend ausgestattet waren.

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