Neue Vorwürfe gegen Trump Wo Rauch ist, ist auch Feuer

Von Frank Herrmann 

Die neuen Vorwürfe gegen Trump könnten einen Skandal ergeben – wenn es Belege gibt,kommentiert Frank Herrmann.

Donald Trump vermengt die Außenpolitik mitFoto: AFP/ALEX EDELMAN

Washington - Noch ist nichts erwiesen, doch der Verdacht steht im Raum. Donald Trump soll den ukrainischen Präsidenten – politisch ein Seiteneinsteiger wie er – zu Ermittlungen gedrängt haben, aus denen er Kapital zu schlagen hofft. Um Munition für den anstehenden US-Wahlkampf zu sammeln, soll er Wolodymyr Selenskyj gebeten haben, angebliche Korruptionsvorwürfe gegen den jüngsten Sohn Joe Bidens unter die Lupe nehmen zu lassen. Vorwürfe gegen Hunter Biden, der jahrelang im Aufsichtsrat eines in der Ukraine tätigen Erdgaskonzerns saß.

Das Motiv von Donald Trump liegt auf der Hand

Das Motiv liegt auf der Hand. Nach jetzigem Stand könnte Biden senior das Kandidatenrennen der Demokraten gewinnen und damit gegen den Amtsinhaber ums Weiße Haus kämpfen. Falls es so kommt, will Trump, der Meister der Schlammschlacht, Dreck für die nächste Schlacht in petto haben. Es dürfte kaum überraschen, wenn er auch 2020 auf sämtliche Anstandsregeln pfeift. Dass er die Außenpolitik der USA vermengt mit seinen eigenen Anliegen, auch das wäre nicht neu. Allerdings fehlen noch die Belege. Nur: Der Eifer, mit dem Trumps Kabinett zu verhindern versucht, dass der Kongress etwas von den Beobachtungen eines Whistleblowers erfährt, lässt nur einen Schluss zu. Wo Rauch ist, ist auch Feuer.

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